Schwäbische Post

Pressemitteilung: Westhausen wird digitale Pilotgemeinde

Westhausen. Ein Pilotprojekt mit Mehrwert für die Gemeinde und die ortsansässige Firma GeoData wurde einstimmig durch den Gemeinderat beschieden. Mit einem sogenannten „Konvergenten Netzplan“ werden ein Digitalkataster erstellt, die aktuelle Breitband- und Mobilfunkabdeckung ermittelt sowie Möglichkeiten für die digitale Anbindung der gesamten kommunalen Infrastruktur von Gebäuden, bis hin zu einzelnen Straßenlaternen, ausgelotet. Das Digitalkataster beinhaltet nach Erfassung aller Straßenzüge mittels Kamerafahrzeugen ein vollständiges digitales Bild des öffentlichen Straßenraums der Gemeinde.

Bauamt oder beauftragte Planer könnten aus den stereografischen Aufnahmen genaue Höhen und Tiefen aller abgebildeten Bauwerke herausmessen, ohne vor Ort zu sein. Mit den Daten werden zudem genauere Bedarfsplanungen im Bereich von Breitband- sowie Mobilfunkausbau möglich sein. Förderanträge für Zuschüsse des Landen könnten zielgerichteter formuliert werden. Die im weiteren Schritt ermittelten Anbindungsmöglichkeiten aller kommunalen Einrichtungen werden unter dem Begriff „Smart City Szenarien“ abgebildet. Ein dichtes Netz an Glasfaserverbindungen mit entsprechenden Sensoren am jeweiligen Endpunkt zeigen den Verantwortlichen beispielsweise, ob das Schneeräumfahrzeug ausrücken muss oder das Regenüberlaufbecken an seiner Belastungsgrenze arbeitet, ohne dass Gemeindemitarbeiter vor Ort prüfen müssten. Bedarf zum Handeln wird den jeweiligen Beauftragten digital angezeigt. Ein Bauhofmitarbeiter müsse morgens nicht erst einen Blick auf die Straße werfen, um dann zu entscheiden, ob das Räumfahrzeug ausrücken muss, sondern werde erst im Bedarfsfall informiert, hieß es im Gemeinderat. Rund 135 000 Euro will sich die Gemeinde diesen Schritt kosten lassen.

 

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