Unser Blog

Endlich: Riesbürg spielt in der ersten Liga

RIESBÜRG / mab Seit knapp vier Jahren ist die Gemeinde hinter einer Lösung zum Thema schnelles Internet her. „Es sind viele Lösungsansätze ausgearbeitet worden. Der letzte, eine geplante Kooperation mit dem Anbieter M-Vox, hat sich als große Luftblase erwiesen“, sagt Bürgermeister Günter Neumeister. Er ist froh, dass damals noch kein Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen wurde. Einen bereits ausbezahlten Zuschuss vom Land hat die Gemeinde wieder zurückgegeben. Schnelles Internet in Riesbürg schien damit wieder in weite Ferne gerückt zu sein. Mit der Firma Geo-Data aus Westhausen, der EnBW ODR aus Ellwangen und einem neuen Pilotprojekt und Förderprogramm des Bundes kam wieder Schwung ins Thema Breitbandversorgung. „Es war eine Minute vor zwölf“, gesteht Neumeister. Denn in Kürze wäre ein 2008 abgeschlossener Konzessionsvertrag mit der EnBW ODR, der eine künftige Gasversorgung in der Gemeinde Riesbürg vorsieht, abgelaufen. „Mit dem Ausbau unseres Gasversorgungsnetzes bieten sich den Gemeinden gleichzeitig auch Chancen zur Verlegung von sogenannten Leerrohren. Diese sind Voraussetzung, um das Internetglasfaserkabel direkt bis ans Haus des Endverbrauchers heranzuführen“, erklärt Bernhard Palm, Technischer Leiter der ODR Ellwangen. Ein genehmigtes Bundesförderprogramm macht das zurzeit größte Einzelprojekt des Energieversorgers in diesem Raum aber erst machbar. 3,5 Millionen Euro kostet der flächendeckende Gas- und Breitbandausbau in der Gesamtgemeinde Riesbürg. „Dies ist ein Zehntel unseres gesamten Investitionsvolumens in diesem Jahr“, bestätigt Palm. Dank der Fördergelder kann sich Riesbürg diesen Ausbau auch leisten. Mit 50 000 Euro Restinvestition sei dies geradezu ein Schnäppchen. Insgesamt werden 90 Prozent des Gesamtvolumens durch Förder-gelder gedeckelt. Nur 30 Gemeinden in ganz Deutschland kamen bei den Ausschreibungen des Bundes zum Zuge. „Beharrlichkeit zahlt sich eben aus“, sagt auch der Breitbandexperte der Firma Geo-Data, Manuel Hommel, schmunzelnd. Hommel begleitet die Gemeinde in den planerischen Aspekten des Großprojekts. Bereits Mitte August soll mit den ersten Bauabschnitten begonnen werden. Pflaumloch und Utzmem-mingen sollen dabei in den vollen Genuss des schnellen Internets kommen. Goldberghausen wird mit einer Kabelverzweigerlösung und mindestens 50 Mbit Internetgeschwindigkeit mit dabei sein. „Nun sind wir endlich in der ersten Bundesliga der Breitbandversorgung angekommen“, freut sich Neumeister.
Erschienen: 04.08.2011 20:05, Schwaebische Post